CERNY HORIZONT PERSPEKTIVEN AbisZ [ WIRKUNG! ] KONTAKT

 CERNYWIKI
[Dd]
  < Hauptseite A-Z
<< Startseite


   
 
 
 
Übersicht
 

Darwinismus / Sozial-Darwinismus
Denken / Denkvermögen
Depression
Design
Dissonanz, kognitive
„Dritte Welt”
Dualismus / Dualität
Durchsetzung / -sstärke

 
 
  zuletzt überarbeitet: 08.06.2011
0-9  A  B  C  D  E  F
G  H  I  J  K  L  M  N
O  P  Q  R  S  T  U
V  W  X  Y  Z  ?
 
   

Darwinismus / Sozial-Darwinismus
Die Denkweise des „Nur der Stärkere überlebt” basierend auf der Theorie der „natürlichen Auslese” nach Charles Darwin. Aus dem angestammten Bereich der Biologie längst in das allgemeine Denken übergangen, so auch in der Wirtschaft praktiziert als „wettbewerbsorientierte Selbstbehauptung”, nicht zuletzt ebenfalls die heimliche Grundlage jeder „Bildungsoffensive” und PISA-Studie. Die erkennbaren Auswirkungen reichen von Angst, Stress und Mobbing über Süchte aller Art bis zur Autobahnraserei, so genannten „Assessment-Centern” und dem Kampf mit dem Nachbarn um den Gartenzaun, bis hin zum „Rechenkönig” in der Grundschule.
siehe auch: Auslese, Anpassung, Selbstbehauptung, Evolution


Denken / Denkvermögen
Anno 1619 dachte ein gewisser René Descartes darüber nach, wie er zweifelsfrei feststellen könne, dass er existiert. Er erfand dazu die Methodik des „Zweifels aus Prinzip”, indem er systematisch an allem zweifelte, was er bezweifeln konnte, und blieb bei einer Feststellung hängen: dass er denkt, sei der Beweis seiner Existenz - daher Descartes' berühmter Ausspruch „cogito ergo sum”, „Ich denke, also bin ich”. Im weiteren Verlauf ließ sich Descartes noch zu weiteren leichtsinnigen Feststellungen hinreißen, wie u.v.a. dass die Vernunft der „unfehlbare Richter in den Fragen Wahrheit und Irrtum” sei; nicht zuletzt später aufgegriffen von Immanuel Kant („Der kategorische Imperativ”). Insgesamt führte das dazu, dass dem Denken, dem Verstand und der Vernunft bis heute eine übergeordnete Bedeutung gegeben wird - und damit gleichzeitig alles andere als dem gegenüber minderwertig gilt, wie z.B. Gefühle, Emotion, Intuition, Vertrauen, Liebe, etc, etc.
siehe auch: kartesianisches Weltbild, Analytik, Logik, Rationalität, Zweifel aus Prinzip


Depression
Medizinisch-psychologischer Oberbegriff für eine dauerhaft empfundene Niedergeschlagenheit, die nicht ganz einfach zu diagnostizieren ist, sondern nur durch die Art der Symptome (u.a.: Trauergefühl, Schuldgefühle, Appetit- und Schlaflosigkeit, Zukunfts- oder Todesangst, etc) und anhand des Verlaufes festgestellt wird.
siehe auch: Gesundheit, Krankheit, psychosomatische Erkrankung, Angst, Aussichtslosigkeit


Design
Auf Deutsch: „Gestaltung”, etwas treffender: „Gestalt-Gebung”. Landläufig in erster Linie auf die optische Gestaltung (z.B. Medien, Produkte, Werbung, auch: Mode) bezogen. Tatsächlich jedoch umfasst Design auch das Gestalten von Systemen, z.B. in Form von Organisationsstrukturen und Handlungsabläufen.
siehe auch: Kreativität


Dissonanz, kognitive
Der Begriff „Dissonanz” beschreibt so etwas wie eine „fehlende Harmonie”, bezogen auf den Gemütszustand eines Menschen, im Fall der „kognitiven Dissonanz” resultierend daraus, wie eine Situation (für) wahr(-)genommen wird. Wenn ein Mensch „falsch” gehandelt hat, versucht er für sich und/oder für anderen eine Erklärung zu finden, die sein Handeln rechtfertigt. Triviales Beispiel: Wenn jemand für seine Frau ein Wasser bestellt hat, obwohl sie eigentlich ein Glas Wein trinken wollte, gibt er seinen Fehler nicht zu, sondern rechtfertigt ihn damit, dass das ein ganz besonderes Wasser sei, das sie unbedingt probiert haben müsse. Insbesondere tritt „kognitive Dissonanz” auf, wenn jemand etwas völlig Unnötiges oder sehr Teures aus reiner Spontaneität gekauft hat, und hinterher versucht, den Kauf mit rationalen Erklärungen zu rechtfertigen.
siehe auch: Aufschieberitis, Angst


„Dritte Welt”
Während noch zu Zeiten des „Kalten Krieges” der Begriff „Dritte Welt” für die blockfreien Staaten verwendet wurde (neben dem Westblock als „Erste” und dem Ostblock als „Zweite Welt”), gilt er heute quasi als Synonym für die Gesamtheit der so genannten „Entwicklungsländer”. Dabei wird in aller Regel verdrängt, dass hier die „Unterentwicklung gegenüber den Industrieländern” das alleinige Kriterium ist, also die rein wirtschaftliche(!) Leistungsfähigkeit als Maßstab gesetzt wird - als sei das Höchstmaß einer Entwicklung der Status einer Industrienation, als könne einem Menschen nichts besseres passieren, als in einem Industrieland durch Kaufhäuser, über Autobahnen und nach Schnäppchen zu jagen, und seine Ängste zu einem Psychiater zu tragen oder im Alkohol zu ertränken. Und es wird verdrängt, ob die extreme Armut in manchen Ländern dieser Welt nicht vielmehr gewollt sein könnte und eine Besserung verhindert wird.
siehe auch: Lebensstandard, Armut, Globalisierung


Dualismus / Dualität
Die gedankliche(!) Trennung zwischen Subjekt(ivität) einerseits und Objekt(ivität) andererseits, sowie das Trennen zwischen unbelebter Materie und immateriellem Geist, zurückgehend auf René Descartes, anno 1619, daher auch „kartesianisches Weltbild” genannt. Die Probleme dieses inzwischen längst überholten Weltbildes sind zahlreich - und werden heute noch immer in aller Selbstverständlichkeit an Grundschulen gelehrt, nämlich indem Kinder lernen sollen, Gegensätze (z.B. „süß+sauer”) zu bilden. Unter etlichem anderem resultiert aus dem Dualismus ein „Entweder-Oder”-Denken, als sei (zum Beispiel) eine Krankheit entweder körperlicher oder geistiger Natur, als gäbe es keinen Zusammenhang zwischen beidem. Daraus wiederum resultiert das „duale Weltbild” („Dualität”), in dem die Realität in Gegensätzen betrachtet wird, wie u.v.a. „gut+böse”, „links+rechts”, „oben+unten”, „Erfolg+Misserfolg”, etc, etc, etc - was gemeinhin zur Folge hat, dass diese vom Weltbild abhängige Betrachtungsweise mit der Realität gleichgesetzt wird.
siehe auch: kartesianisches Weltbild, Komplementarität, Zusammenhänge


Durchsetzung / Durchsetzungsstärke
Eine direkte Auswirkung des Darwinismus (siehe dort) mit der irrigen Denkhaltung, Erfolg sei so etwas wie eine Auslese (siehe dort) nach dem Motto „Nur der (Durchsetzungs-)Stärkere” überlebt, nur wer sich gegenüber anderen bzw. gegen Widerstände durchsetzen könne, würde am Ende übrig bleiben, „der Schwache” dagegen „bleibt auf der Strecke”. Zu erkennen nicht nur in „Stärken-Schwächen-Analysen” („SWOT-Analysen”, siehe dort), Verhandlungen und Talkshows, sondern bereits in Kindergärten, wo schon die Kleinsten auf den wirtschaftlichen und sozialen Überlebenskampf vorbereitet werden.
siehe auch: Darwinismus, Stärken-Schwächen, Selbstbehauptung, Mobbing, Verhalten


Weblinks
 
 


Videos
 
 



 
 
 
     

 Cernys NotizBlog Cerny bei Facebook Cerny bei YouTube Cerny bei Xing 
 © 1992-2011 Cerny: Alle Rechte vorbehalten - ISSN 1610-8817.  Jede Verwendung - auch auszugsweise - nur mit schriftlicher Genehmigung:  >> Kontakt
 
>> www.wirkung.biz  . >> Nutzungshinweise    >> Impressum  . >> Datenschutz.   >> Umweltschutz