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Rationalität
Realität
Regelung
„Reiz-Reaktions-Schema”
Reiz-Summen-Regel
Relativität / Relativitätstheorie
Resonanzen /Resonanzfaktoren
Respekt
Rhizom

 
 
  zuletzt überarbeitet: 07.06.2011
 
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Rationalität
Unzureichend gesagt, aber aus dem Lateinischen korrekt übersetzt: „Die Denkweise der Vernunft”. Als „vernünftig” gilt demnach die Fähigkeit zum Denken in nachvollziehbaren, logischen Folgeketten nach dem „Ursache->Wirkung”-Prinzip („Wenn->Dann”) und die jeweils angemessene Anwendung dieser Fähigkeit - was jedoch allesamt nichts mit einer Korrektheit oder Falschheit zu tun hat, auch wenn im allgemein verbreiteten Verständnis ein vernünftiges (insbesondere: logisches) Denken mit korrektem Denken gleichgesetzt wird. Nach Immanuel Kant ist Vernunft „die Fähigkeit, nach eigenen Grundsätzen zu handeln” bzw. sein Handeln danach auszurichten, dass es „zum Naturgesetz für alle” werden könne - was jedoch ebenfalls nichts mit Korrektheit zu tun hat. Mehr noch: nach dieser kant'schen Definition handelt sogar ein Terrorist und Massenmörder „vernünftig”, sofern er das „nach eigenen Grundsätzen” tut und davon überzeugt ist, dass sich seine Überzeugung als „Naturgesetz für alle” eignen würde.
siehe auch: kartesianisches Weltbild,, Denken, Ursache->Wirkung-Prinzip, Wenn->Dann-Logik


Realität
„Die Realität” ist dem Menschen nicht zugänglich, weder über seine eigenen Sinne, noch mit Hilfe von Technologien (Lupe, Mikroskop, etc) oder Formeln. Denn: über Technologien lässt sich eben nur sehen/hören/messen etc, was sich auch sichtbar/hörbar/messbar machen etc lässt. Zudem sind die Erkenntnismöglichkeiten von Technologien - ebenso wie auch per Formeln und Berechnungen - von der jeweiligen Theorie abhängig, also: wonach man eigentlich sucht und dem entsprechend nicht sucht. Diese für den Menschen nur bruchstückhaft erfahrbare Realität bzw. das, was Menschen für „die Realität” halten, nennt man „Wirklichkeit” (siehe dort) .
siehe auch: Kognition, Beobachtung, Wirklichkeit, Resonanzen, Projektion


Regelung
Quasi: das „Gegenteil einer Steuerung” (siehe dort). Das wichtigste Merkmal einer Regelung ist die Rückkopplung („Feedback”) über einen Regler, durch den ein Eingangs- mit einem Ausgangswert abgeglichen wird, und bei einer Abweichung eine Aktion erfolgt. Oft genanntes Beispiel hierfür ist der Thermostat, der den Ist-Wert eines Thermometers mit einem Soll-Wert (die gewünschte Temperatur) abgleicht. Eine Differenz zwischen diesen beiden Werten führt dazu, dass die Heizung in Betrieb gesetzt wird, um die Temperatur so zu regulieren, dass der Ist-Wert den Soll-Wert anstrebt. Mit Regelung beschäftigt sich auch die Kybernetik als „Wissenschaft der Kommunikation und Kontrolle von lebenden Organismen und Maschinen”. Nach Gregory Bateson führen komplexe Systeme über das Feedback in Paradoxie. Zudem interessant ist, dass der jeweilige Regler in einem Regelsystem im Grunde nicht existiert: der Informationsfluss läuft durch den Regler hindurch, solange Ist- und Soll-Wert übereinstimmen. Bei einer Differenz stoppt der Informationsfluss am Regler, wodurch eine Aktion ausgelöst wird, und wieder von vorn.
siehe auch: Feedback, Systemforschung


„Reiz->Reaktions-Schema”
Vor allem in Kommunikation und Werbung heute noch immer verwendet: die längst überholte Fehlannahme, man könne mit einem ganz bestimmten Reiz eine ganz bestimmte Reaktion auslösen, in der Regel auch noch praktiziert mit dem gleichfalls längst überholten „Sender->Empfänger”-Modell (siehe dort).
siehe auch: AIDA-Regel, Penetration, Sender->Empfänger-Modell, Ursache->Wirkung-Prinzip


„Reiz-Summen-Regel”
Eine Regel aus der Biologie für den Fall, dass die Qualität eines Reizes nicht ausreicht, um eine Reaktion auszulösen, sich mehrere ähnliche Reize jedoch allmählich aufsummieren und dann bei Erreichen eines Schwellwertes eine Reaktion ausgelöst wird. Typische Fälle hierfür sind etwa Stress und Aggression, nicht zuletzt auch Amokläufe (siehe jeweils dort). In einfachen Worten: Situationen, in denen irgendwann „der Kragen platzt”.
siehe auch: Aggression, Amokläufe, Konflikte, Stress


Relativität / Relativitätstheorie
Die triviale Feststellung „Alles ist relativ” ist angesichts des Umfangs und der Bedeutung von Einsteins Relativitätstheorie(n) fast schon etwas frech, dennoch in ihrer ganzen Kürze überraschend prägnant und voll zutreffend. So geht es in der Relativitätstheorie tatsächlich im Kern darum, dass jede Beobachtung relativ zum Beobachter ist, also keine Feststellung „objektiv” sein kann; denn letztlich: „Alles, was gesagt wird, wird von einem Beobachter gesagt” (Niklas Luhmann). Da die Relativitätstheorie in Relation zur Menschheitsgeschichte noch enorm jung ist, hat sie sich noch (lange) nicht bis in das allgemeine Denken verbreitet und gilt deshalb noch immer eher als „nice to know” („nett zu wissen”), als eine vielleicht tatsächlich epochale Erkenntnis, die jedoch mit dem Alltagsleben nicht viel zu tun hätte; ...und hält damit lieber am - ironischerweise eben: seit Einstein - längst überholten Denksystem der „Alten Kompetenz” fest. Gerade einmal 10% der Menschen können mit der Relativitätstheorie etwas anfangen. Jedoch: Das vielleicht Wichtigste, was Einsteins Relativität auch für das Alltagsleben bedeutet: es gibt keine „objektiven” Probleme, sondern jeder ist immer auch selbst(!) Teil des Problems. Und ebenso: ein Teil der Lösung.
siehe auch: Sowohl-als-auch, Kontingenz, Komplementarität, Einstein'sches Paradigma


Resonanzen / Resonanzfaktoren
Vom Lateinischen „resonare” = „zurückklingen”. Im Volksmund: „Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus”. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Wirklichkeit einem Spiegelbild des Inneren gleicht: wer seinen Mitmenschen gegenüber misstrauisch eingestellt ist, wird sich dem entsprechend verhalten und dem entsprechende Reaktionen von seinen Mitmenschen erfahren - in der Regel genau solche Reaktionen, die ihn in seiner Einstellung und Überzeugung bestätigen („selbsterfüllende Prophezeiung” / „Die Welt ist, was ich von ihr denke”); was u.a. auch der Relativität (siehe dort) entspricht, wonach man immer auch selbst Teil des Problems ist, wie auch Teil der Lösung. Nämlich Teil der Lösung insofern, dass jede Veränderung zunächst bei sich selbst stattfinden muss, um über die „zurückklingenden” Resonanzfaktoren daraufhin dann auch andere Erfahrungen zu machen. In Cernys Ansätzen wird auf diese Weise Erfolg zur Resonanz gebracht, statt - wie üblich - um jeden kleinen Erfolg kämpfen zu müssen.
siehe auch: Projektion, Beobachtung, Erwartung, selbsterfüllende Prophezeiung


Respekt
...ist eine Form der Wertschätzung, nicht nur Mitmenschen gegenüber, sondern auch gegenüber Tieren und der Natur insgesamt. Grundlegender Respekt sollte nicht an Bedingungen geknüpft sein und sollte (deshalb) nicht erst „verdient” bzw. „erworben” werden müssen. Im Alltag wird Respekt oftmals durch Symbole bewirkt und durch Rituale ausgedrückt.
siehe auch: Altruismus, Sozialisation, Humankapital


Rhizom
Der Gegenentwurf zur „Baumstruktur” (siehe dort). Um bei der Metapher des Baumes zu bleiben, handelt es sich bei einem Rhizom um etwas, das quasi „Nur Wurzel” ist, und „nichts als Wurzel”, also ein einziges „Wurzelgeflecht”. Hauptmerkmale eines Rhizoms sind, dass es keine zentralen Punkte und Positionen gibt, die anderen übergeordnet wären und/oder eine größere Bedeutung hätten, sowie eine extreme Vernetzung, die nicht nach einer „Wenn->Dann”-Logik funktioniert, sondern aufgrund von Gegen- und Wechselwirkungen. Es lassen sich zwar durchaus bestimmte Strukturen erkennen, doch wäre das klassische Baum-Modell hierfür völlig ungeeignet. Beispiele hierfür sind etwa ein Ameisenbau oder auch das Internet.
siehe auch: Baumstruktur, Hierarchie, Systemforschung, strukturelle Kopplung



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